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Die richtige Krankenversicherung ist auch für Selbständige oft die gesetzliche Krankenversicherung. Die private Krankenversicherung ist die beste Krankenversicherung für Beamte und vielverdienende Alleinstehende.


Die beste Krankenversicherung, sei es eine PKV oder GKV, bestimmt sich nach Ihrem Familienstand, Ihrem Beruf, nach Ihrem gesundheitlichen Zustand und danach, ob Sie auch im Alter viel oder wenig Geld zur Verfügung stehen haben.

Zum Thema Die beste Krankenversicherung: PKV oder GKV? erfahren Sie

  • Wann die GKV die beste Krankenversicherung ist und
  • wann die PKV die richtige Krankenversicherung ist

Wann die GKV die beste Krankenversicherung ist

Die GKV ist die beste Krankenversicherung in folgenden Fällen:

  • Bei Familie mit Kindern
  • Bei geringer Rente
  • Bei Vorerkrankung
  • Bei Angestellten, die weniger als die Versicherungspflichtgrenze verdienen
  • Bei schlecht verdienenden Selbständigen und Freiberuflern

Bei Familie mit Kindern

Die Gesetzliche Krankenkasse (GKV) ist die bessere Krankenversicherung, wenn Sie eine Familie mit Kindern gründen möchten und Ihre Frau Hausfrau und Mutter sein wird. In der gesetzlichen Krankenkasse sind Familienmitglieder automatisch und kostenlos mitversichert, wenn der Ehepartner nicht berufstätig oder Geringverdiener ist und die Kinder noch klein sind oder sich in der Ausbildung befinden.

Auch bei Selbständigen ist die gesetzliche Krankenversicherung die richtige Krankenversicherung, wenn Ihr Ehepartner ein oder mehrere Kinder ganztägig aufziehen möchte. Die PKV wäre für Selbständige mit Frau und Kinder/n zu teuer, da Sie sich selber, Ihren kindererziehenden Partner und jedes einzelne Kind mit einer privaten Krankenvollversicherung versichern müßten.

Bei geringer Rente

Die GKV ist auch dann die bessere Krankenversicherung, wenn Ihre Rente sehr gering sein wird. Eine private Krankenversicherung ist in jungen Jahren billiger, wird aber bis zum Ruhestand um mehr als 300 % teurer werden. PKV-Beiträge für Senioren von 800 Euro bis 1000 Euro oder mehr sind keine Seltenheit.

Bei Vorerkrankung

Wenn Sie eine schwere Krankheit haben, z.B. Diabetis, Krebs oder ähnliches, ist die gesetzliche Krankenkasse die bessere Wahl für Sie, auch dann, wenn Sie Selbständig sind. Die meisten privaten Krankenversicherer verweigern entweder die Aufnahme von Privatpatienten bei Vorerkrankungen oder erheben so hohe Risikozuschläge, dass die PKV viel zu teuer ist.

Die GKV muß jeden Versicherungspflichtigen aufnehmen, unabhängig von seinem Gesundheitszustand. Einziges Aufnahmekriterium ist das Lebensalter. Wer älter als 55 Jahre ist, kann keine gesetzliche Krankenversicherung mehr abschliessen.

Angestellte, die weniger als die Versicherungspflichtgrenze verdienen

Angestellte, deren Bruttoeinkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze) liegt, können nur eine gesetzliche Krankenversicherung abschliessen. Wem in diesem Fall, die Mitgliedschaft in seiner jetzigen GKV nicht gefallen sollte, kann in eine andere gesetzliche Krankenkasse wechseln und / oder eine Krankenzusatzversicherung abschliessen.

Umfangreiche Informationen und Online-Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Wertvolle Informationen zur Krankenzusatzversicherung

Bei schlecht verdienenden Selbständigen und Freiberuflern

In Deutschland es gibt viele scheinselbständige "Unternehmer", Existenzgründer und Kleinunternehmer, die so wenig verdienen, dass sie keine gute Altersvorsorge aufbauen können, um im Rentenalter die teuren PKV-Beiträge zahlen zu können.

Einige werden nur deshalb selbständig, weil sie keine Beschäftigung als Angestellter finden und einen Job als freier Mitarbeiter angeboten bekommen.

In vielen hart umkämpften Arbeitsmärkten, wo es mehr Arbeitssuchende als Arbeitsstellen gibt, werden die Festangestellten auch oft gezwungen, sich als Selbständiger neu "anstellen" zu lassen, damit der Arbeitgeber Sozialabgaben einsparen kann.

Die beste Krankenversicherung ist hier die GKV, sofern Ihr monatliches Einkommen als hauptberuflicher Selbständiger so gering ist, dass sich der Monatsbeitrag nach der monatlichen Mindestbezugsgröße von 1.277,50 monatlich errechnet.

Der Beitragssatz der GKV für normal verdienende Selbständige errechnet sich nach §§ 240, 241 SGB5 wie folgt:

Monatliche Beitragsbemessungsgrenze (1. Januar 2011) 3.712,50 Euro * 15,5 % Beitragssatz = 575,44 Euro. Dieser allgemeine Beitragssatz beinhaltet die Zahlung von Krankengeld ab der siebten Krankheitswoche.

Der Beitragssatz ohne Krankengeld beträgt 14,9 %

Schlechtverdienende Selbständige zahlen nach der obigen Mindestbezugsgröße von 1.277,50 Euro einen GKV-Beitrag von:

1.277,50 Euro * 15,5 % = 198,01 Euro.

Aktualisierung für 2013:

Die Beitragsbemessungsgrenze für 2013 beträgt:

3.937,50 Euro.

Der Beitragssatzfür die GKV mit Krankengeld beträgt somit:

3.937,50 Euro * 15,5 % = 610,31 Euro

Die obigen vollen oder ermässigten GKV-Beiträge zahlen Sie als wenig verdienender Unternehmer auch dann, wenn Sie 50 Jahre alt sind und eine Vorerkrankung haben. Ein 50 jähriger Privatpatient würde vermutlich das Dreifache an PKV-Beiträgen zahlen. Hinzu kommt dann noch der Selbstbehalt pro Arztbesuch oder Krankenhausbehandlung.

Ohne Krankgeld beträgt der Höchstsatz für freiwillig versicherte Selbstständige:

3.937,50 Euro * 14,9 % = 586,69 Euro

Wann die PKV die richtige Krankenversicherung ist

Die PKV ist die richtige Krankenversicherung in folgenden Fällen:

  • Bei Beamtinnen und Beamten
  • Bei alleinstehenden Vielverdienern
  • Bei erfolgreichen Selbständigen und Freiberuflern
  • Bei hoher Rente im Alter

Bei Beamtinnen und Beamten

Beamtinnen und Beamte auf Lebenszeit, z.B. Lehrer, Polizisten, Richter, Staatsanwälte, Inspektoren, Oberverwaltungsräte, Verwaltungsräte und Finanzbeamte können je nach Beihilfeanteil eine PKV mit einem Selbstbehalt von 50 bis 75 % abschliessen.

Die Höhe Ihrer Beihilfe richtet sich danach, ob Sie ledig, verheiratet und / oder Kinder haben.

Je höher der Selbstbehalt bei einer privaten Krankenversicherung ist, desto billiger ist die PKV. Aus diesem Grunde können Beamte mit Familie auch für ihre nicht berufstätige Ehefrau und die Kinder günstige PKV-Tarife bekommen.

Bei alleinstehenden Vielverdienern

Die private Krankenversicherung bzw. PKV ist die beste Krankenversicherung bei alleinstehenden Vielverdienern, die monatlich als Angestellte mehr als die Versicherungspflichtgrenze von 4.125 Euro brutto pro Monat verdienen.

Wenn abzusehen ist, dass Sie Ihren gutbezahlten Job nicht weiter ausüben möchten oder gekündigt werden, wird die PKV allerdings zu teuer werden, da Ihr Arbeitgeber dann nicht mehr die Hälfte des PKV-Beitrages zahlen wird. Deshalb sollte ein Wechsel zu einer guten GKV bevor Sie 55 Jahre alt sind, immer in Erwägung gezogen werden.

Wenn Sie erst gut verdienen als Angestellter, aber später eine Rente von unter 2000 Euro pro Monat bekommen, wird die PKV zum Problem werden, da schlechte private Krankenversicherungen im Alter trotz Selbstbehaltes 800 Euro, 1.000 Euro oder mehr pro Monat kosten werden. Bevor Sie das Grenzalter für die gesetzliche Krankenkasse erreichen, sollten Sie sich zu einem Wechsel in eine gute GKV professionell bei einem Versicherungsberater, Fachanwalt für Versicherungsrecht oder bei der Verbraucherzentrale beraten lassen.

Bei erfolgreichen Selbständigen und Freiberuflern

Bei erfolgreichen Selbständigen und Freiberuflern, die jung, gesund und eine gute Altersvorsorge aufbauen, ist die private Krankenversicherung die bessere Krankenversicherung, zumindestens bis Sie 55 Jahre alt sind. Eine gute Altersvorsorge können Sie aufbauen, wenn Sie als Freiberufler bei den Versorgungswerken für Rechtsanwälte, Architekten, Ärzte usw. rentenversichert sind. Eine gute Altersvorsorge ist deshalb sehr wichtig, da die private Krankenversicherung gerade im Rentenalter sehr, sehr teuer werden wird. Insbesondere dann, wenn Sie eine schlechte PKV abgeschlossen haben. Infos zum Tarifwechsel, wenn Ihre PKV zu teuer geworden ist, erhalten Sie im Beitrag Zu teure PKV-Beiträge

Bei hoher Rente im Alter

Wenn Sie auch im Rentenalter genügend Einnahmen haben, um ohne wirtschaftliche Einbussen die PKV-Beiträge von 800 Euro oder mehr jeden Monat zahlen zu können, ist die private Krankenversicherung die beste Krankenversicherung für Sie.

Wertvolle Infos, wie Sie die beste Altersvorsorge aufbauen, damit Sie genug Rücklagen für eine teure PKV im Alter haben, erhalten Sie bei

Die Vor- und Nachteile der Rentenversicherung als Baustein der privaten Altersvorsorge.

PKV oder GKV?

Können Sie sich nicht entscheiden, ob Sie eine PKV oder GKV abschliessen sollen? Gut dann empfehlen wir Ihnen folgende Entscheidungshilfen:

Besser bei der GKV oder PKV krankenversichert sein?

Welche Nachteile hat die PKV?

Infos und Vergleichsrechner zur privaten Krankenversicherung

Testsieger PKV

Die Stiftung Warentest und Focus-Money testeten private Krankenversicherer und 344 PKV-Tarife für 35 jährige selbstständige, angestellte und beamtete Frauen und Männer. Welche PKV Testsieger geworden sind, erfahren im Beitrag
Testsieger PKV

Debeka bei Selbstständigkeit?

Wann die Debeka bei Selbstständigkeit die beste Krankenversicherung ist
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Weblinks:

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